Aktion Bewegung hilft
Aus AmpuWiki
Beschreibung der Aktion
-Albert Einstein-
Hallo, mein Name ist Roland Zahn, Jahrgang 1936,
seit 2006 oberschenkelamputiert.
Mit dieser Aktion beabsichtige ich zu zeigen, was BEWEGUNG bewirken kann,
wo sie helfen kann.
Wie es mir erging und welche Chancen auch für andere bestehen.
Können SIE sich vorstellen, wie das wäre: Eines Tages wachen Sie auf -
und ein Arm/ein Bein fehlt?
Situation
- Weit über 200.000 amputierte Menschen in Deutschland. Die meisten davon mit Informations- und Versorgungsdefiziten, Depressionen, Zukunftsängsten, Bewegungsmangel mit allen Folgen...
Ein beträchtlicher Teil dieser Menschen hat jahrelang nur unzureichende Versorgung und weiß zu wenig oder nichts über weitere Möglichkeiten.
Versorgung nur im Promillebereich!
- Aktuell existieren nur 30 Selbsthilfegruppen mit 2 bis 30 Mitgliedern!
Ein ehrgeiziges Ziel des im September 2009 gegründeten Bundesverbandes für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V. ist die Gründung von bis zu 1000 Selbsthilfegruppen.
Möglicherweise existiert zukünftig also ein sehr breiter Bedarf an optimierter Versorgung mit orthopädietechnischen Hilfsmitteln bzw. Prothesen, wenn die Öffentlichkeitswirkung dieser Aktion mit Hilfe der Sponsoren eintritt.
"Der Bundesverband tritt ein für die Verbesserung der prothetischen Versorgung für Menschen mit Arm- oder Beinamputation, die Verbesserung der beruflichen und sozialen Rehabilitation nach Amputation und die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Arm- oder Beinamputation." www.amputiert.org
- Zu diesem Bild: Das Präsidium des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- oder Beimamputationen während der Gründung am 17. Oktober 2009 in Düsseldorf.
- Zu allen Bildern: Sie zeigen das Thema BEWEGUNG direkt oder auch indirekt. Was dazu führt, was daraus entstehen kann. Bewegung - der gesündeste Virus, den ich kenne. Lassen Sie sich anstecken!
Zweck und Ziele
- Anstöße geben für mehr Aktivität, Bewegung und Beweglichkeit im Alltag
- Öffentlichkeitsarbeit für erforderliche Bewußtseinsbildung, ggf. Events mit Presse vor Ort
- Möglichkeiten aufzeigen für neue Chancen über Selbsthilfegruppen
- Hauptziel ist die Unterstützung zum Aufbau neuer Selbsthilfegruppen
Die in dieser Form vielleicht bisher einmalige Wanderung soll und kann Beinamputierten aktiv helfen, Informationen zu Hilfsmitteln und besserer prothetischer Versorgung zu erhalten. Sie soll motivieren, zur Akzeptanz von Anstrengungen herausfordern, Fähigkeiten, Zutrauen, Entwicklungen und Erfolgserlebnisse mit Spaß ermöglichen. Sie will dazu beitragen, Isolierungen und Depressionen aufzubrechen, also mit weniger Hindernissen und größerer Mobilität alle Weichen in Richtung Zukunft zu stellen.
Events mit Herstellern, Sanitätshäusern und Orthopädietechnischen Fachbetrieben, unterwegs vor Ort, gemeinsam mit der regionalen Presse, sollen und können dazu beitragen, dass diese Informationen auch von amputierten Menschen aufgenommen werden, die noch auf der Suche nach Versorgungsmöglichkeiten sind. Die Bildung neuer Keimzellen für regionale Gruppen zur Selbsthilfe soll dadurch angestoßen werden.
- Es sollte für Beinamputierte nachvollziehbar und erlebbar sein, welchen großen persönlichen Gewinn man aus der Rückgewinnung von zuerst nur einer Stunde Gehen in freier Natur ziehen kann. Kleine Spaziergänge, Unternehmungen mit Freunden oder alleine, wieder Hobbys verwirklichen wie z.B. Fotografieren, Ausflüge zu interessanten Orten...
- Eine Win-win-Sitiation für Beinamputierte, Hersteller, Orthopädie- und Sanitätshäuser!
- Zu diesen Bildern: Gehschule: Mitgieder der Selbsthilfegruppe "Mittlerer Neckar" in der Praxis für Physiotherapie Sybille Main in Nürtingen (von links nach rechts: Sybille Main, Inhaberin der Praxis, Roland Zahn, Gabriele Gebelein, Leiterin der SHG, Helmut Kurz, Dieter Jüptner, Präsident des Bundesverbandes). Unterhaltsames, effektives Training für Muskelaufbau und Gleichgewicht. - Auch Kegeln bedeutet Rückeroberung der anfänglich verlorenen Beweglichkeit. - Kontrolliertes Fallen, ein überaus wichtiges Training für die Gruppe (Daniel Vette, Orthopädietechnikermeister und Kampfsporttrainer, demonstriert uns unterschiedliche Fallbeispiele).
Aktion "Bewegung hilft" im Ablauf
Ich bin erreichbar unter: 0711/4895613 oder 0163/4895613
Mail:
- Nicht die sportliche Ausrichtung, sondern, viel wichtiger, die individuelle Alltagstauglichkeit wird angeregt. Vorrangig soll das Laufen und Wandern als Vergnügen, Befreiung und Entwicklungsmöglichkeit erlebt werden.
- Öffentlichkeitsarbeit wird in die Aktion integriert.
- Sponsoren gesucht! Ohne Finanzierung ist diese Aktion nicht durchführbar. Welcher Leser dieser Seiten möchte uns bei der Finanzierung unterstützen oder kann uns mit weiteren Tipps helfen? m-two@web.de - Stichwort bewegunghilft.
- Start: An meinem Geburtshaus in Leipzig. Der Zeitpunkt wird bestimmt, wenn die Finanzierung gesichert ist.
- 1000-km-Route: Leipzig-Mitte - Borna - Gera - Jena - Rastenburg (Finne) - Heldrungen (Schmücke) - Dünwald (Dün) - Mühlhauser Landgraben - Rennweg (Hainich) - Eisenach - Rennsteig (Thüringer Wald) - Coburg - Bamberg - Bad Windsheim - Rothenburg o. T. - Crailsheim - Schwäbisch Hall - Gschwend - Göppingen - Bad Urach - Nürtingen - Böblingen - Tübingen - (Änderungen vorbehalten).
- Ziel: Amputationsort BG Unfallklinik in Tübingen.
- Tägliche Wanderstrecke: 12 bis 13 Kilometer.
- Rhythmus: 20 Wanderabschnitte mit durchschnittlich 4 Tage Wandern, das sind ca. 50 km. Zum Teil auch Abschnitte mit etwa 63 km, die dem Wochenrhythmus angepasst sind. Jeweils danach 1 oder 2 Ruhetage.
- Events: Vor dem Start, ein Tag vor jedem Ruhetag sowie gelegentlich am Ruhetag, ist ein Event bei Herstellern, Sanitäts- und Orthopädiehäusern entlang der Wanderroute vorgesehen, zu dem die Regionalpresse amputierte Menschen der Region mit ihren Angehörigen und Freunden eingeladen hat. Die Möglichkeit, auch in Kliniken darauf hinzuweisen, sollte genutzt werden.
- Ruhetage: Sie dienen der Regeneration und der Organisation der nächsten Tage.
- Besuche bei Herstellerfirmen, Othopädietechnischen Betrieben, Sanitätshäusern und Selbsthilfegruppen.
- Wer ist dabei? Aufforderung zum Mitwandern in Teilstrecken, besonders an amputierte Personen und deren Freunde.
- Bildbericht: Die Wanderung wird unterwegs digital dokumentiert.
- Dauer der Wanderroute: Bei einer Strecke von 1000 km etwas über 100 Tage.
Begleitend werbe ich unterwegs noch für die Haiti-Hilfe der Organisation World Vision.
- Zu diesen Bildern: Startgebiet: Die Auenkirche im Leipziger Land. Eine Bleistiftzeichnung vom 22. März 1953 (die ich mit 16 Jahren anfertigte). Zeichnen ist übrigens eine schöne, auch für uns Amputierte geeignete Beschäftigung, wenn man unterwegs ist. - Zielgebiet: Tübingen, mittelalterliches Ambiente und zugleich moderne Universitätsstadt mit großen, bekannten Kliniken.
Vorteile für Sponsoren
Nicht nur in fernen Ländern gibt es Not und Katastrophen.
- Auch "vor unserer Haustüre", nur weniger bemerkt!
Individuelle Not, die jeden einzelnen von uns urplötzlich überrollen kann und die Grundfesten seines Lebens und seine Pläne buchstäblich aus den Angeln reißt - wenn man aufwacht und den Verlust des Armes oder Beines begreift... 50.000 bis 80.000 mal in Deutschland jährlich - eine versteckte Katastrophe!
Dazu kommt noch: Völlig unnötige Behinderungen oder Ausgrenzung, lediglich aus Gedankenlosigkeit oder Unkenntnis. Man gerät, nur als Beispiel unter vielen, mit Rollstuhl oder Gehhilfen an eine Treppe. Kein Fahrstuhl, kein Handlauf, keine Rampe! Nicht jeder hat sofort die Sicherheit damit umzugehen. Das trifft nicht nur einzelne, sondern täglich viele andere behinderte Menschen, immer wieder.
- Events mit 90 Minuten, etwa alle 50 km: Sie befinden sich in dieser Kette der Wanderroute. Das sind etwa 20 bis 60 Betriebe (Hersteller, Sanitätshäuser, OT-Betriebe, sonstige Firmen oder Institutionen über 1000 km durch halb Deutschland).
- Internet: Alle diese Beteiligten erhalten damit die Chance, mit ihrem Leistungsangebot zusätzlich dauerhaft im Internet in Erscheinung zu treten.
- In Presse und Medien Ihrer Region. Ankündigungen und Berichte über IHREN Event.
- Ihr Engagement erzeugt steigende Nachfrage: Wer MEHR BEWEGUNG als Programmteil des eigenen künftigen Lebens begreift, wer sich als Amputierter durch mehr Bewegung mehr fordert, passt seine Versorgung entsprechend an.
- Die Homepage des Bundesverbandes mit einem Link zu dieser Seite der Aktion zeigt weiter unten die Sponsorenliste (die Namen von Medien, Herstellern, Orthopädie- und Sanitätshäusern sowie von anderen Sponsoren kommen ins Gespräch). Dort sind Sie dauerhaft, zeitlich unabhängig, präsent. Wer als Amputierter in seiner Region etwas sucht, kann auch Sie finden. Neue Anwender für Hilfsmittel und Prothesen werden entstehen.
- Gründung neuer Selbsthilfegruppen: Ein weiterer Streueffekt entsteht.
- Weit über 200.000 amputierte Menschen warten darauf, dass es ihnen besser geht! Je mehr Selbsthilfegruppen existieren, um so leichter fließen alle notwendigen Informationen.
- Bitte helfen auch Sie, diese lohnenden Ziele zu erreichen!
- Zu diesem Bild: Die erste Wanderung der Selbsthilfegruppe "Mittlerer Neckar" im Mai 2009 auf der Schwäbischen Alb ging auf Anhieb über etwa 10 Kilometer. Ein Beweis dafür, wie effektiv eine gute prothetische Versorgung Leistungsfähigkeit und zugleich Lebensqualität unterstützen kann.
Alles was Amputierten hilft
Wer sich keiner Selbsthilfegruppe anschließt, hat wohl auf Dauer mehr Nachteile als Vorteile zu erwarten. Wer sich nicht ausreichend informiert, kann auch nicht ausreichend profitieren.
- Alles was Amputierten nutzt ist wirklich wichtig.
Es gibt wohl kaum Amputierte ohne wiederkehrende Probleme, welche die Situation oft sehr leicht und schnell andauernd verschlechtern können. Die Kommunikation in Selbsthilfegruppen vermittelt die überaus wichtigen vorhandenen Erfahrungen, praxisnahen Tipps und Lösungen, zum Beispiel:
- Wie verhindere und bekämpfe ich bewegungshemmende Entwicklungen wie Phantomschmerzen, Muskel- und Gelenkprobleme, Entzündungen...?
- Was für Hilfsmittel werden empfohlen, um Bewegung und Fitness zu fördern und zu erleichtern?
- Welche Adressen kompetenter Sanitätshäuser, Orthopädietechnischer Betriebe, Ärzte, Reha-Einrichtungen gibt es...?
Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:
- 1.) Leistungen des Bundesverbandes
- www.amputiert.net
- 2.) Leistungen der Selbsthilfegruppen, u.a.
- Herausforderungen gemeinsam leichter bewältigen für eine wachsende Gleichstellung im Alltag
- Informationen, zum Beispiel über prothetische Versorgung
- Öffentlichkeitsarbeit
- Hilfestellung, gegenseitiger Erfahrungsaustausch und Tipps im Umgang mit der neuen Lebenssituation vor und nach einer Amputation
- Monatliche Treffen, in der Gruppe ist vieles leichter
- Auch Angehörige und Freunde können teilnehmen
- Die Treffen sind freiwillig, leger und ohne jegliche Verpflichtung
- Informationsveranstaltungen mit Referenten zu diversen Themen
- Gemeinsame Unternehmungen, welche die Bewegungsfähigkeit unterstützen und aufbauen, wie Kegeln, Wandern, Schwimmen, Lauftreffs, Gehtraining, Falltraining und einiges mehr...
- Gegenseitige Hilfe im Alltag bei Behördengängen, in Notsituationen oder bei sonstigen Problemen
- Besucherdienste in Krankenhäusern
- ...und einfach über alles zwanglos reden!
- 3.) Aus den eigenen Anstrengungen
- Möglichkeiten erkennen
- Möglichkeiten annehmen
Was aus dieser trockenen Aufzählung nicht so deutlich wird, ist in der Realität noch viel mehr. Beispiel 1 ist Zwischenmenschlichkeit. Man fühlt sich wie in einer breiten, vergrößerten Familie, wo starkes gegenseitiges Verständnis für die alltäglichen Probleme besteht, insbesondere natürlich, was das Handicap betrifft. Beispiel 2 ist das persönliche Wachstum. Eine nette Frau in unserer Gruppe, die noch vor einem Jahr wirklich massive Probleme mit dem Laufen hatte. Trotzdem schloss sie sich nicht aus. Kegeln, Grillen, Lauftreff, Gehtraining usw. Und jetzt im März 2010 erzählt sie uns, dass sie 3 Stunden am Stück gelaufen ist - unmöglich noch vor einem Jahr! Ihr Gewinn sind nicht die 3 Stunden, sondern das Erfolgserlebnis, ihr gestiegenes Lebensgefühl.
- Zu diesen Bildern: Schönheiten am Wege. (der "Weg", die Linie, auf der man sich "bewegt"). - In der Gruppe ist vieles leichter: Alle sind guter Dinge am Endpunkt der zweiten Wanderung der Selbsthilfegruppe "Mittlerer Neckar".
Sonderkonto und Sponsoren-Events
Finanzierung
Die von Gunther Belitz, Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift HANDICAP, vorgeschlagenen Events sind der Schlüssel zur Finanzierung der Aktion Bewegung hilft durch Sponsoren und Öffentlichkeitsarbeit, damit möglichst viele weitere amputierte Menschen erreicht und motiviert werden können.
Bereits ein Sponsorbetrag von 500 bis 600 Euro je Event kann die Durchführung der Aktion finanzieren.
Eine Summe von 600 bis 1000 Euro je Event unterstützt zusätzlich auch das Hauptziel der Aktion, die Gründung neuer Selbsthilfegruppen.
Beispiel einer Zusammenarbeit verschiedener Sponsoren: 3 x 300 Euro = relativ kleine Investitionsbeträge für die zu erwartende steigende Nachfrage (siehe auch Vorteile für Sponsoren).
DKB Deutsche Kreditbank, BLZ: 120 300 00
Kontonummer: 1008 3948 58
IBAN: DE49 1203 0000 1008 3948 58
BIC: BYLADEM 1001
Kontoinhaber: Bundesverband Amputierte
Ich bitte Sie im Namen aller bein- und armamputierten Menschen in Deutschland:
- Seien Sie großzügig, unterstützen auch Sie diese Aktion
- "Bewegung hilft"
- mit einem effektiven Betrag zum beschriebenen Zweck!
- Herzlichen Dank!
Roland Zahn
- Zu diesen Bildern: Grillplätze sind ideale Treffpunkte für alle Teilnehmer einer Gruppe: Wer nur wenig oder gar nicht laufen möchte, bereitet den Grillplatz vor. Die "Wanderer" entwickeln inzwischen bis etwa 15 Uhr über Stock und Stein einen gesunden Appetit. Es bleibt noch genügend Zeit zum gemütlichen Beisammensein.
Bedeutung der Events
- Die Medien (Regionalpresse und -TV) werden zur Ankündigung und Einladung amputierter Menschen und ihrer Freunde bzw. zur Berichterstattung eingeschaltet.
- Das Programm eines Events bezieht sich auch auf IHRE Angebotsleistung: Ihre Versorgungsangebote vor Ort - natürlich ein Bericht über die Aktion (Verlauf, Sinn und Zweck) - Bedeutung der Selbsthilfegruppen und des Bundesverbandes - ggf. Bilder, Fragen und Antworten.
Verwendungszweck
Schritt 1Vorbereitung und Durchführung der Aktion "Bewegung hilft", zum Beispiel Deckung der Tageskosten, Quartierkosten, Ausrüstung, begleitende Maßnahmen, technische Versorgung, Betreuung, Dokumentation.
Schritt 2
Restliche Mittel gehen ausschließlich speziell zum Zwecke des Aufbaues neuer Selbsthilfegruppen an den Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V.
In regionalen Selbsthilfegruppen werden die durch diese Aktion entstandenen Kontakte zu amputierten Menschen weiter betreut.
- Zu diesem Bild: Gehtest in einem Orthopädiehaus.
Sponsorenliste
- Zu diesem Bild: Rast auf dem Auchtert mit Blick zum Albtrauf. Die Gehhilfen bieten die Möglichkeit, auch auf steilen und schrägen Wegstellen sicher weiter voranzukommen, auch wenn die Muskulatur noch nicht wieder ausreichend aufgebaut werden konnte.
Folgende Sponsoren beteiligen sich:
(Alle Angaben sind freiwillig.)
- Fa. Hartlieb GmbH - Rehabilitations-Technik - Orthopädie-Technik - Sanitätsfachhandel - Homecare Service, Göppingen: 500 Euro
- medi GmbH & Co KG: medi powered by Dachstein, Modell M-F31 EV
- Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH: Sponsoring der Vorbereitung 2010 für "Aktion Bewegung hilft" 2011
Zur Erreichung der Aktionsziele werden noch weitere Sponsoren benötigt. Bitte beteiligen auch Sie sich!
Meinungen und Resonanzen
- Zu diesen Bildern: Unterschiedliche Landschaftserlebnisse in verschiedenen Jahreszeiten - bleibende Eindrücke, wenn man sich abseits der großen Wege bewegt.
Liebe Leser! Sagen Sie, was Sie gut finden und auch nicht so gut. Auch Ihre Anregungen möchten wir hier gern wiedergeben. Schreiben Sie an m-two@web.de, Stichwort bewegunghilft
- Dieter Jüptner, Präsident des Bundesverbands für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V.:
"Als mir Roland Zahn Ende 2009 von seinem Plan erzählte, traute ich zunächst meinen Ohren nicht. Ich weiß von den Wanderungen in unserer Selbsthilfegruppe, wie Menschen von der Begeisterung anderer mitgerissen werden und in der Gruppe zu Leistungen fähig sind, die sie allein niemals für möglich halten würden. Aber eine 1.000-Kilometer-Wanderung schien mir doch etwas zu übertrieben zu sein. In den folgenden Wochen zeigte Roland aber sehr schnell, das er es ernst meint und dass er fest an sein Ziel glaubt. Inzwischen bin auch ich überzeugt, dass er seine Wanderung durchführen wird. Ich hoffe, dass sich viele Menschen von seiner Begeisterung anstecken lassen und damit das Motto der Wanderung mit Leben erfüllt wird:
Bewegung hilft."
- Rüdiger Schmauder, Geschäftsführer der Firma Hartlieb GmbH in Göppingen:
"Diese Aktion kann man nur unterstützen, weil die Integration gehandicapter Menschen nur funktionieren kann, wenn die Öffentlichkeit mit eingebunden ist. Zudem werden dabei diverse Möglichkeiten aufgezeigt."
- Gunther Belitz, Chefredakteur HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität:
"Ein Oberschenkelamputierter will über fast 1.000 Kilometer von Leipzig nach Tübingen wandern!" Als ich diese Nachricht hörte, wurde ich sofort aufmerksam, denn die Bewältigung einer solchen Strecke ist für einen Prothesenträger schon eine sehr respektable Leistung. Als ich dann noch erfuhr, dass Roland Zahn, der diese Herausforderung angehen möchte, bereits 73 Jahre alt ist, habe ich schon vorab symbolisch meinen Hut gezogen. Besonders bemerkenswert finde ich, dass Roland Zahn mit seiner Wanderung nicht nur unter Beweis stellen möchte, zu welchen Leistungen auch ältere beinamputierte Menschen in der Lage sind, sondern im Rahmen der Aktion andere Betroffene zu mehr Aktivität und Lebensmut ermuntern und zur Gründung von Selbsthilfegruppen in den Orten entlang der Strecke motivieren möchte. Ich habe Roland Zahn deshalb spontan zugesichert, dass wir in unserem Magazin HANDICAP, der führenden Zeitschrift für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in Deutschland, über seine Wanderung mit einer Reportage in Text und Bild berichten werden. - Kontakt: E-Mail redaktion@handicap.de, Internet: www.handicap.de"
- Daniel Vette, Orthopädie-Techniker-Meister:
"Ich darf seit der allerersten Stunde Roland Zahn prothetisch versorgen. Als ich ihn zum ersten Mal getroffen habe, ist er bereits etliche Wochen bzw. Monate in verschiedenen Kliniken unterwegs gewesen. Er hatte sehr wenig Kraft (selbst den Gipsabdruck im Stehen zu machen war ein Ding der Unmöglichkeit). Wenn mir zum damaligen Zeitpunkt jemand gesagt hätte, dass Roland zu solch einer Leistung fähig ist, dann hätte ich nur geschmunzelt und den Kopf geschüttelt.
Nach einigen Monaten hat sich Roland vom tapferen Rollstuhlfahrer mit einer Prothese mit festgestelltem Kniegelenk immer weiter entwickelt. Als genügend Kraft vorhanden war um ein bewegliches Kniegelenk zu sichern und somit mehr Dynamik beim Laufen zu entwickeln, wurde auf ein polyzentrisches Kniegelenk mit einer kleinen Hydraulik und einen Carbonfuß umgestiegen (3R60 und Trias). Seit Ende 2008 wurden die Strecken, die zurückgelegt wurden, immer öfter zu Trainingseinheiten und es ging auch immer wieder mal abseits der befestigten Wege für Roland weiter. Hierbei ist die vorhandene Versorgung immer wieder an ihre Grenzen gestoßen und wir haben versucht, ein geeignetes mikroprozessor-gesteuertes Kniegelenk genehmigt zu bekommen. Nach etlichen Testphasen und der Unterstützung von den Spezialisten der Firma Otto Bock haben wir ein sehr gutes Ergebnis mit dem C-Leg erreicht.
Da ich die Entwicklung von Roland Zahn und seinen eisernen Willen über die Jahre bewundern durfte, bin ich sehr stolz darauf, dass ich ihn auf diesem Weg begleiten und versorgen durfte.
Für seine Tour wünsche ich ihm von Herzen, dass er nicht nur die täglichen Kilometer laufen kann, sondern vielmehr allen Amputierten, die von der Aktion mitbekommen, den Mut gibt, wieder an sich zu glauben."
- Dr. jur. Anne-Christine Paul, Rechtsanwaltskanzlei Müller & Dr. Paul, Gütersloh:
"Sehr geehrter Herr Zahn, nachdem wir uns auf der Ortho- und Reha-Technik Messe in Leipzig kennenlernten, habe ich Ihren Internetauftritt mit großem Interesse besucht. Ich bin sehr beeindruckt von Ihrem Vorhaben und wünsche Ihnen, dass Sie ihre Ziele erreichen. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass das Leben trotz des erlittenen Schicksalsschlages lebenswert ist. Ihre Zuversicht haben Sie durch Ihre Wanderungen gewonnen und Sie beweisen damit, dass Bewegung das Selbstvertrauen stärkt. Ihr Vorhaben verdeutlicht aber auch, wie wichtig es ist, dass Amputierte ihren Anspruch auf eine fortschrittliche Hilfsmittelversorgung gegenüber ihrem Kostenträger durchsetzen, um wieder aktiv am Leben in der Gemeinschaft teilhaben zu können. Für Ihre Tour wünsche ich Ihnen breiten Zuspruch und tatkräftige Unterstützung.
Ihre
Dr. jur. Anne-Christine Paul
Rechtsanwaltskanzlei Müller & Dr. Paul, Gütersloh"
Hintergrund
"Laufen? Geht nicht mehr!"
Nach Beendigung meines Berufes als Grafik-Designer arbeitete ich nebenbei im Kurierdienst. Vermutlich diese körperlich bewegungsarme Zeit mit anstrengendem Sitzen im PKW über extreme Strecken, etwa 5 Jahre lang, trug dazu bei, dass ich anfällig wurde für Venenentzündungen. Nach einer OP am Unterschenkel entstand eine Infektion. Ein unaufhaltsames Wundwachstum begann; die Ärzte in 14 Klinikaufenthalten bekamen dies nicht in den Griff. Zuletzt beherrschte die offene Wunde fast den gesamtem Unterschenkel. Die Sepsis im Juli 2006 führte zu meiner sofortigen Amputation über dem rechten Knie als letzter Möglichkeit. Nach der Reha im November 2006, nach 16 Monaten in Kliniken, gab es wohl nur noch den Rollstuhl. Weitere 12 Monate Muskelabbau folgten.
- Ans Laufen dachte ich nicht mehr.
Meine Vermieterin war es, welche im Oktober 2007 einen entscheidenden Anstoß zur grundlegenden Verbesserung der gesamtem Lebensqualität gab.
- Nur ein Satz war dafür nötig.
"Herr Zahn, laufen Sie doch endlich mal um den Block!"
- Alles wurde dadurch besser!
Die Anstrengung, einen Kilometer zu laufen, war zu spüren und viel Lust hatte ich nicht dazu. Aber bereits beim nächsten Versuch am Folgetag war sogar die doppelte Strecke leichter! Dadurch kam mein Ehrgeiz. Monat für Monat baute ich mich auf. Nicht nur die Kilometer. Ich begriff endlich den Zusammenhang. Wenn ich meinem Körper gezielt das natürliche und auch hochwertige Material aus der Ernährung für Energieerzeugung, Ausdauer und Abwehr liefere, ist das so, als hätte ich Super Plus mit 5 Sternchen getankt.
Diese gefühlte Energie brauche ich nur in BEWEGUNG umzusetzen.
Nachts regeneriere ich besser und zuverlässiger als früher. Es funktioniert einfach. Seit dem Rollstuhl konnte ich mich immer wieder steigern. Auf meinen Wanderkarten konnte ich es nachmessen.
Mein Erfolgskonzept: Hervorragendes körperliches Wohlbefinden sowie Leistungsfähigkeit durch die Kombination gezielter Nährstoffumstellung und -kombination (Einkäufe und Optimierung) plus regelmäßigem Wandern auf jedem Gelände als Bewegungstraining.
Deshalb ist Wandern längst einer der Gründe, dass ich mich gut fühle. Ich genieße meine Energie und die körperliche Ausarbeitung, was andere oft nicht so richtig verstehen. Dabei geht es nicht um bestimmte Entfernungen. Ich weiß aber: Wer rastet, der rostet.
- Wenig ist mehr als gar nichts und bei Regelmäßigkeit kommt der gewünschte Effekt.
- Ich bin überzeugt, dass auch andere ihre ersten kleinen anspornenden Erfolge erreichen werden, wenn sie nur anfängliche Anstrengungen akzeptieren.
- DESHALB möchte ich helfen!
Übrigens: Tipps gebe ich gerne. Mailt oder ruft mich an: m-two@web.de Stichwort "Bewegung hilft" / 0163/4895613
- Zu diesen Bildern: "Wer rastet,..."
Im Schneckentempo um Stuttgart
Meine gesamte Wanderstrecke mit Oberschenkelamputation Oktober 2007 bis März 2010: 1150 km.Tagesleistungen: Zwischen 3 und 21 km.
Tempo mit Prothese: Anfangs nur 2 km/h, inzwischen auch über 3 km/h.
Dabei ging ich von der Haustüre weg, den Berg hinauf, zuerst mal nur 3 Kilometer, zurück mit der Straßenbahn. Die nächste Tour setzte ich am Ende der ersten fort. Immer eine vorbereitete Rückfahrt/Anfahrt mit Bus, mit Bahn. Nach diesem Prinzip zog es mich weiter. Obertürkheim, Grabkapelle Württemberg, Fellbach, Kornwestheim, Leonberg. Im Sommer 2008 knackte ich hier die 10-km-Marke. Es war nicht mal auffällig schwer. Weiter über Herrenberg, Tübingen und BG Unfallklinik, Albaufstieg, Gomadingen, Bad Urach, Hohenneuffen...
Eine weitere Runde begann ebenso: Ludwigsburg, Benningen, Esslingen, Altbach, Filderklinik Plattenhardt, Dettenhausen, Schönaich, Herrenberg, Teinach, Überquerung Nordschwarzwald, Dobel, Ettlingen, Karlruhe...
Weitere einzelne Wanderungen, unabhängig von diesen Ketten,
An Sylvester konnte ich die 20-km-Marke knacken, 12 Std. unterwegs. Nicht müde anschließend. Mein Erfolgskonzept funktioniert wirkungsvoll.
Herrliches Wetter, auch Regentage, auch Pulverschnee bis 15 cm. Herausforderungen, die richtig Spaß machen. Gewinn von Sicherheit auf allen Wegen. Wirtschaftswege, Wiesen, steile Pfade, Geröll, Wurzeln, Matsch, Nebel und Dunkelheit, alles ist mal dabei.
Herrliche Landschaften, nette Leute unterwegs, Essen und Trinken im Rucksack dabei, Pausen auf einem Baumstamm, Lagern auf einer Sonnenwiese. Unabhängigkeit! Einfach meine kleinen Abenteuer im "Ländle". Was für ein Unterschied zu der Zeit im Rollstuhl vor 3 Jahren! Was ist jetzt besser?
Kontakt gefunden zur Selbsthilfegruppe "Mittlerer Neckar" in Nürtingen. Dort erwähnte ich meine Wanderungen:
- "Können wir da nicht mal mitmachen?"
Am Schluß der ersten Wanderung:
- "Das machen wir wieder!"
Ein inzwischen festes Programm, das wir fortsetzen. Bisher 8 Wanderungen ab Mai 2009 mit bis zu 12 begeisterten Teilnehmern (Mitglieder, Techniker, Therapeuten).
Was die Therapie betrifft: Ich hörte von der Möglichkeit einer Gehschule innerhalb einer Physiotherapie in Nürtingen. Ich meldete mich an, und so lernte ich die Praxis für Physiotherapie Sybille Main kennen und sehr bald schätzen. Vermutlich im ganzen Großraum Stuttgart die einzige Anlaufstelle dieser Art für Amputierte, wo man die Kompetenz in der Arbeit mit Amputierten innerhalb einer Physiotherapie antrifft. Damit nicht genug: Sybille und ihr Partner Markus Kampa, der in ihrer Praxis Wellnessmassagen anbietet, schlossen sich aktiv unserer Selbsthilfegruppe an. Sie nehmen gelegentlich an unseren monatlichen Gruppenabenden, wöchentlichen Lauftreffs, unseren Wanderungen usw. teil. Besonders wichtig war im Winterhalbjahr 2009/2010 das wöchentliche Gehtraining für unsere Gruppe in den Räumen ihrer Praxis und unter Benutzung der Geräte. Mit viel Spaß und Trainingseffekt. Insgesamt eine wertvolle Zusammenarbeit, von jedem in unserer Gruppe hoch geschätzt!
In 2009 erzählte ich in unserer Gruppe von einem alten Wunschtraum, den ich schon vor über 20 Jahren hatte: Ich möchte mal von Stuttgart nach Leipig laufen, Wohn- und Geburtsort verbinden, den Zusammenhang zu Fuß erleben, nicht im Auto. Es wurde damals vor über 15 Jahren nichts daraus, die Arbeit... Ich erhielt die unerwartete Antwort:
- "Die verrücktesten Ideen sind die besten! Und dann fängst Du aber in Leipzig an, Mitte Mai 2010, anlässlich der Messe für Orthopädie- und Rehatechnik..."
Deshalb entdeckte ich langsam die großartige Möglichkeit, meinen alten Traum doch noch zu realisieren, und, gerade wegen der Amputation, auch anderen Mitamputierten zum Nutzen umzugestalten.
- Wo Schatten ist, ist eben auch Licht.
- Zu diesen Bildern: Fotografieren hilft Entfernungen fast unbemerkt zu überbrücken. Selbst längere Anstiege im Mittelgebirge, hier im Nordschwarzwald zwischen Teinach und Dobel, bieten nicht nur hervorragendes Training, sondern auch immer wieder vorzügliche Bildmotive seitlich der breiteren Wege.
Bewegung hilft - warum und wofür?
Alles beginnt im Kopf, auch das Leben nach einer Amputation. Mit der Entscheidung: Ich akzeptiere das als Herausforderung oder ich akzeptiere das nicht und blockiere mich. Geistig und/oder körperlich. Ich nutze mein verbliebenes Bein oder ich verzichte auch noch darauf. Wer es aber weiterhin nutzt und sich mobilisiert, wird erkennen, dass Schwierigkeiten eine sich verringernde Größe sind, sie werden mit der Zeit ziemlich bedeutungslos."BEWEGEN STATT BEHINDERN" - Bewegung statt Behinderung! Wer sich nicht bewegt, geistig und/oder körperlich, behindert sich selbst, zusätzlich zu einer evtl. bestehenden Behinderung sowie zusätzlich zu den in der Gesellschaft existierenden Einschränkungen, Vorschriften, Blockaden, Verzögerungen, Unsicherheiten; er fördert die Wirksamkeit von körperlichen Behinderungen, bleibt leichter zurück und baut dadurch zusätzliche Probleme auf.
Warum besitzen wir Muskeln an allen möglichen und unmöglichen Stellen? Ein Knochengerüst, eine Wirbelsäule, die anderen Körperbausteine und Körperfunktionen? Vorwiegend, um BEWEGUNG zu ermöglichen. Alle Lebensformen bewegen sich. Auch Pflanzen, weil sie wachsen und ihre Samen mit den verrücktesten Techniken auf die Reise schicken. Um sich auszubreiten und Entfernungen zu überbrücken. Nur tote Materie bewegt sich nicht. Und weil der Bewegungsapparat nur mit Energieerzeugung funktioniert, geht das eben nur mit den lebenserhaltenden und energieerzeugenden natürlichen Nährstoffen.
- Folglich sind ERNÄHRUNG, ENERGIE und BEWEGUNG gleichbedeutend mit LEBEN.
Keiner will das. Alles hängt eben zusammen. Viele von uns Amputierten erleben das.
- Was bedeutet das für jemand, dessen Bewegungsfähigkeit durch Amputation eingeschränkt ist?
Wer diese Entwicklung nicht will, muss ernsthaft und täglich was dagegen tun, besonders als Amputierter! Das Wichtigste, was ich nach meiner Amputation gelernt habe, ist: Auf Probleme zugehen, sie werden sonst nur größer! Auf Anstrengungen zugehen! Aber, klein beginnen, täglich etwas mehr, Schritt für Schritt, TÄGLICH - und siehe da, sehr schnell ist man es gewöhnt und dann strengt es kaum noch an! Die Folge: Man fühlt sich besser, zufriedener!
Wer BEWEGUNG mit seinem WILLEN koppelt, baut sich sehr schnell im Rahmen seiner verbliebenen Möglichkeiten auf. Es fehlt vielleicht ein Bein, aber das Wichtigste, ein erfülltes, reichhaltiges Leben mit anhaltender Bewegungs- und Leistungsfähigkeit auf einem höheren Energielevel ist oft dennoch möglich!
- Darum und dafür hilft Bewegung.
- "Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
- sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
- Zu diesen Bildern: Wiesenwege, Bergpfade, Pulverschnee als Herausforderungen. Unvergessliche Wandervergnügen in der Gruppe.
Einbeiner an Zweibeiner
- Was kann ich heute tun, damit es mir auch morgen noch gut geht?
Früher bin ich oft gewandert. Jedoch die Arbeit, Termine, Kurierdienst, haben das verändert. Nach der Klinikzeit, nach den geschrotteten Venen, nach der Amputation, war es mit 70 eigentlich zu spät, um wirkungsvolle Gesundheits-Vorsorge zu betreiben. Da kam dann das Aufwachen. Nur noch ein Bein, hätte ich doch!... Aber das Jammern ist sinnlos!
Doch es kam eine Zeit, in der ich enorm wichtige Erfahrungen sammeln durfte, indem ich die Herausforderung einfach mal angenommen hatte, grundlegende Dinge, wie z. B. MEHR Bewegung, zurückzuerobern. Im Rückblick meine ich als "Einbeiner", dass 3 meiner Erfahrungen der Zeit ab 2008 auch für viele "Zweibeiner" ebenfalls große Bedeutung haben können:
- Wandern ist Vorsorge!
- Wandern ist Vorsorge!
Einigen der umwelt- und gewohnheitsbedingten Krankheitsbilder könnte man mit intensiver Bewegung gegensteuern. Täglich bewegen wir uns in der uns verbleibenden Zeit - mit dem, was wir darin tun, verlieren oder gewinnen wir.
- Wandern ist Therapie!
- Wandern ist Therapie!
Regelmäßig betrieben, hilft das Wandern als moderater Bewegungsablauf ohne Stress, alle Körperbereiche und -funktionen zu unterstützen, das Atmen, die Psyche, die Gewichtsregulierung, den Kreislauf... Wäre es nicht erstrebenswert, die (noch) vorhandenen Laufwerkzeuge als solche intensiver zu nutzen, um sich rundum noch wohler fühlen zu können?
- Wandern ist Vergnügen!
- Wandern ist Vergnügen!
Der größte Vorteil des Wanderns gegenüber der Bewegung in Sportarten wie Jogging und Nordic-Walking ist die Selbstbestimmung! Man bestimmt selbst die Planung, die Route, die Geschwindigkeit, die Ruhepausen, die Hightlights, alles Weitere. Eine angepasste, individuelle und gestaltete Bewegung für den gesamten Organismus, die genüsslich auch über den ganzen Tag verlaufen kann. In der Regelmäßigkeit hoch effektiv; Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft werden deutlich erhöht! Absolute Freiheit der Entscheidungen, besonders an den Tagen, an denen ich ganz alleine unterwegs bin. Wo sonst hat man so etwas?
Nutzen auch Sie diese Möglichkeit, und machen Sie sich Wandern zur Gewohnheit! Überall in Deutschland werden Sie dabei von Wandervereinen unterstützt. Interessante Neuigkeit, Zitat: "Die vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit vorgestellte erste nationale Wanderstudie belegt, dass ca. 40 Millionen Deutsche wandern und pro Jahr ungefähr 3,6 Milliarden Kilometer im In- und Ausland zurücklegen. Gewandert wird in allen Altersgruppen. 90% der befragten Wanderer fühlen sich nach einer Wanderung besser, mehr als 80% fühlen sich glücklich und zufrieden" (Blätter des Schwäbischen Albvereins 3/2010 Seite 4 / Jahresbericht des Albvereins-Präsidenten). Vielleicht möchten auch Sie ein Stück weit mitwandern auf meiner Aktion Bewegung hilft? Melden Sie sich einfach an: m-two@web.de.
Noch eine Bitte an die Leser dieser Zeilen: Kennen Sie zufällig amputierte Menschen, egal, wo in Deutschland? Jeder davon benötigt, ebenso wie Sie, dringend MEHR Bewegung! Wenn JA, schicken Sie diese Personen bitte auf diese Internetadresse. Besten Dank für Ihre Unterstützung beim Aufbau weiterer Selbsthilfegruppen!
- Zu diesem Bild: Gemeinsam auf Tour: Ein- und Zweibeiner!
"Bewegung - nix für mich!"
Liebe Freunde der Bequemlichkeit!
"Ahhh - wie schön ist es doch, zu sitzen, zu lesen, faulenzen, dazu ein kühles Bierchen, ein Riiiesenschnitzel wäre schön, dann eine rauchen, DAS hab' ich mir verdient! Kurz ausruhen von dem Gedanken an Bewegung! Vorhin, meine Alte, immer mit ihrem "...komm Alter, auf, BEWEGUNG!, Waldmarsch, frische Luft, die morschen Knochen hoch, AUF!!!" - Wald, was soll ich dort? Peng! Ein Ast auf'n Kopp! Klacks! Ein Vogel auf die Schulter geklackst! Vogelgezwitscher - ach was, mein Handy zwitschert auch, auf der Veranda is auch frische Luft, seh' ich zugleich meine Breitbildglotze, bin doch nich blöd, war doch nich umsonst beim Media... - jaaa, und jetzt - nochmal 'rüber in die nette Kneipe, die Kumpels warten schon. - Hier im Ochsen, knackige Bedienung, endlich mein Schnitzel, gemeinsam schimpfen über die schlechten Zeiten, die Wehwehchen, die Alte, was hat man schon heutzutage, außer der Bequemlichkeit - Prost! - hier am Stammtisch!"
Was die Wehwehchen betrifft, die hat doch heute jeder, obwohl die Pharma noch nie so absahnte wie heute. Eigenartig! Tatsache ist, obwohl fast jeder Tabletten, Tröpfchen, Pillen schluckt, immer satt zum Essen hat, sich richtig ernährt, genügend Entspannung nach Arbeit oder Urlaub, waren die Leute heute noch niemals vorher so groß an Zahl angeknackst und mit Pfunden gesegnet. Eigenartig! Eigentlich weiß doch jeder, dass Bewegung wichtig ist, aber nicht unbedingt, warum bei ihm selbst. "Das strengt halt so ekelhaft an - nix für mich!"
Das Industriezeitalter hat uns tolle Dinge und Gewohnheiten beschert, immer besser, immer schneller. Aber dabei nicht die Erkenntnis, dass wir dadurch nicht gesünder, sondern bequemer, verwöhnter, stressiger und sogar kränker werden. Und dicker! Über 50% der Deutschen - und damit Weltmeister! Wieso eigentlich, wo wir doch schon fast ewig so fettbewusst einkaufen!?!? Eigenartig!
Die Jungen schlingen sich unterwegs schnell was rein, schön glitschig, matschig, triefig, also voll appetietlich, und meinen doch wirklich, dass Diabetes normal sei, weil doch diese (Alters!)-Krankheit auch schon Kinder und ihre Altersgenossen bekommen. Wir alle kennen oft nicht mehr die Zusammenhänge. Diabetesspritzen, Herz-Kreislauf-Freuden, Fettpolster, Anfälligkeiten, Bewegungseinsparung, Medikamentenvorspeise einerseits. Andererseits ausgewogenen Mahlzeiten, viel Wasser trinken und ausreichend bewegen täglich, außerhalb der Zone Haustüre-Autotüre-Stäbchenautomat, eine unserer Bequemlichkeitszonen.
Etwas Überwindung und Anstrengung zu mehr Bewegung - JA! Das ist eben der Preis. Für Wohlbefinden, stabilere Gesundheit, mehr Energie, höhere Leistungen, besseren Stoffwechsel, bessere Abläufe im gesamten Organismus. Körperlich und psychisch.
Übrigens, als wir noch Jäger und Sammler waren, bewegten wir uns entsprechend, wofür unsere Körper gemacht waren und immer noch sind. Noch völlig ohne TV, kein Breitband mit "Jurassic Park" aus Konserve, sondern eher Adrenalin pur mit Säbelzahntiger live!
"Muss ich mir mal überlegen - ähhh wirklich bequem hier - ähhh, BEDIENUNG!!! Noch'n Pils! - Prrrost!"
- Zu diesen Bildern: Herbstliche Vorwanderung mit Blick zur Burg Teck und zu den drei Kaiserbergen bei Göppingen. Durch diese bewegte Landschaft des Filstales und der Schwäbischen Alb nähert sich die Aktion "Bewegung hilft" ihrem letzten Abschnitt im Neckartal und auf dem Schönbuch.
Unterwegs - Berichte und Bilder
Achtung Baustelle: Hier wird am Text noch gehämmert und gefeilt.....



