Bundesverband:Historie

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Im Juli 2007 lud die Firma Otto Bock die damals bekannten Selbsthilfegruppen für Amputierte nach Duderstadt ein; diesem Aufruf folgten zwölf Selbsthilfegruppen. Auf dieser Veranstaltung wurde der Grundstein mit der Idee für ein zukünftiges Informationsnetzwerk gelegt.

Das Fortbildungsseminar über Phantomschmerz in Bad Berleburg im November 2007, an dem zehn Selbsthilfegruppen teilnahmen, wurde zu einem weiteren Informationstreffen genutzt. Hier stieß Gunther Belitz vom Magazin Handicap zum geplanten Informationsnetzwerk dazu und kündigte seine Unterstützung an. Ein wesentlicher Besprechungspunkt war in Bad Berleburg, einen Provider und Betreiber für eine Internetplattform für das Informationsnetzwerk zu finden.

Im Mai 2008 folgte die erste gemeinsame Aktivität des zukünftigen Netzwerks. Auf der Messe „ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK 2008“ in Leipzig konnten sich die Selbsthilfegruppen auf Einladung von Gunther Belitz auf dem Stand des Magazins Handicap unter einem gemeinsamen Logo der Öffentlichkeit präsentierten. Leider war es bis zu diesem Termin nicht möglich gewesen, einen Betreiber für die gemeinsame Internetplattform zu finden. Dieter Jüptner, bisher Betreiber des Internetforums www.osa-forum.de, erklärte sich daraufhin bereit, sein Forum zur Netzwerk-Internetplattform um- bzw. auszubauen.

Der Sponsor Otto Bock ermöglichte es dem Netzwerk, sich im November 2008 in Hannover erneut zu treffen. 17 Vereine und Selbsthilfegruppen folgten der Einladung. Auf diesem Treffen sollten die angestrebte Informationsplattform im Internet, die Finanzierung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit besprochen und beschlossen werden. Aus den Reihen der Teilnehmer wurde eine Dachverbandsgründung angeregt. Obwohl einige Teilnehmer der Veranstaltung den Zeitpunkt für die Gründung eines Dachverbands noch nicht für gekommen hielten, weil noch zu wenige Selbsthilfegruppen im Netzwerk zusammen gefunden hatten, stimmten alle Teilnehmer nach kurzer Diskussion diesem Projekt geschlossen zu.

Noch in Hannover wurde eine Arbeitsgruppe gebildet mit dem Auftrag, die Voraussetzungen für die Gründung eines Dachverbands zu erarbeiten und die Gründung vorzubereiten. Dazu gehörten vor allem die Internetplattform, die Werbung, die Finanzierung und die formalen Rahmenbedingungen des Dachverbands. Gunther Belitz und weitere zehn Personen aus zehn Selbsthilfegruppen erklärten sich zur Mitarbeit in dieser Arbeitsgruppe bereit. Der Vertreter der Firma Otto Bock sagte auf Anfrage zu, auch die erste Sitzung der Arbeitsgruppe, die recht bald stattfinden sollte, zu unterstützen.

Im Januar 2009 traf sich die Arbeitsgruppe erstmalig in Fulda. Neun der elf Mitglieder der Arbeitsgruppe nahmen an diesem Treffen teil. Hier wurden die Grundrisse des zukünftigen Bundesverbands festgelegt und Arbeitsaufträge an die einzelnen Mitglieder vergeben. Als Rahmen für die Gründungsversammlung des Bundesverbands wurde die Rehacare in Düsseldorf im Oktober 2009 festgelegt. Bis dahin waren noch drei weitere Arbeitstreffen angedacht.

Im April traf sich die Arbeitsgruppe in leicht veränderter Zusammensetzung zum zweiten Mal. Das Treffen in Saarbrücken wurde unterstützt vom saarländischen Minister für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales, Prof. Dr. Gerhard Vigener. Die gute Vorarbeit zum Termin und die sehr konstruktive Zusammenarbeit brachten schnelle Ergebnisse. Die Arbeitsgruppe beschloss, auf weitere Arbeitstreffen zu verzichten und bereits ab Mai 2009 die erarbeiteten Ergebnisse an alle Selbsthilfegruppen weiter zu geben. Ab 15. Juni 2009 soll die geplante Gründung des Bundesverbands der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach der Gründung wird der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation die deutschlandweit tätige Interessenvertretung der arm- und beinamputierten Menschen sein und vom Start weg über eine breite Basis an Mitgliedern und Selbsthilfegruppen verfügen.

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