SHG Nt/Wanderung20091107
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Selbsthilfegruppe für Bein- und Armamputierte sowie für deren Angehörige im Gebiet Mittlerer Neckar
Fünfte Wanderung am 7. November 2009 (Herbstwanderung)
Für die Planung der Wanderung zeichnet wieder Roland Zahn verantwortlich.
Wanderroute:
- Ziel: Rund um Ochsenwang zum Breitenstein, etwa 5 km
- Anforderungen: 50 Höhenmeter Anstieg, sonst welliges Gelände, Randwege, Wiesenwege
- Anreise: Über A8, Ausfahrt Kirchheim/Teck - Nabern - Bissingen - Ochsenwang, gleich der erste Parkplatz, sobald man auf der Albhöhe angelangt ist (Skizze). Start 9.45 / 10.00 Uhr
- Parken: Der erste Parkplatz linker Hand. (4 Parkplätze sowie das Gebiet Ochsenwang stehen uns für Notfälle zur Verfügung.)
- Route: Rings um Ochsenwang über den Auchtert am Albrand entlang zum Breitenstein, Blick zur Burg Teck. Der Breitenstein ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte der Schwäbischen Alb. Bei besonders gutem Wetter können wir dort spontan ein Novembergrillen veranstalten
- Ausrüstung: Herbstgerechte Kleidung, sicheres, stabiles Schuhwerk, Stöcke, Verpflegung und Getränke nach Bedarf
- Camera: Bringt bitte diesmal eine Digitalcamera mit. Wir haben vermutlich einen Gast, der uns über technische Möglichkeiten des Fotografierens Tipps geben kann. Und wir haben Weiteres damit vor
- Wetter: Wir möchten den Herbst mit seinen Eigenheiten genießen. Nur bei morgendlichem Gießen aus Kübeln bei aussichtsloser Wetterlage verschieben wir unsere Wanderung
- Rückfragen: 0711/4 895 613 oder m-two@web.de
- Sonstiges: Am monatlichen Gruppenabend: 4. November 2009
Beste Grüße - Roland
Hier zunächst einige Eindrücke von der Vorwanderung am 27. Oktober 2009:
Bericht von der Vorwanderung für den 7. November am 27. Oktober
Es wird eine ganz außergewöhnliche Rundwanderung. Es gibt ein paar steile Stellen, aber gerade die lohnen sich!!! Ich hatte bei wechselndem Wetter ganz beeindruckende Ausblicke und Landschaftsmotive. Herbstfärbung - die schönste Jahreszeit auf der Alb. - Ein ideales Gebiet, solche schönen Motive mit der Camera bewußt als Erinnerung festzuhalten. Ich schlage vor, wir machen unterwegs einen kleinen Fotolehrgang "Bildgestaltung bei Landschaft" mit den Themen Motiv, Aufnahmestandpunkt und Vordergrundwahl, Bildausschnitt. Wer will, bringt bitte eine Digitalcamera oder Handy mit. Jeder kann zum Beispiel ein bestimmtes Motiv individuell aufnehmen und danach gemeinsam kritisch besprechen, damit man seine eigenen Bilder von der Gestaltung her optimieren kann. Mein Stuttgarter Physiotherapeut Tim Hösselbart hat die Absicht mitzukommen und er ist perfect bei technischen Fragen zur Camera. Wie schon mal erwähnt, haben wir als Amputierte mit dem Hobby Amateur-Fotografie eine gute sinnvolle Beschäftigung und einen Anlass und Anreiz, zusätzlich mal mehr aus dem Haus und in Bewegung zu kommen. - Thema Grillstelle: Es gibt direkt am Aussichtspunkt eine einfache Feuerstelle in einer Felsengrube, aber kein Holz direkt in der Nähe, erst etwa 100 bis 200 Meter entfernt. Es gibt nur eine Bank, etwas entfernt. Es ist dort also höchstens nur eine kurze Stehgrillparty möglich. Der Parkplatz "Breitenstein", bei dem wir ein Reserveauto abstellen können, ist etwa 200 - 300 Meter entfernt. - Beste Grüße, bis zum 4.11. -rojo-
Bilder von der Vorwanderung ...
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Kalte Nasen in steifer Herbstbrise
Kein Regen, also falsche Versprechungen der Wetterfrösche!
Bei zuerst klarem, sonnigen Wetter zogen wir gleich richtig los. Zwei Autos hatten wir strategisch postiert, für alle Fälle. Unser Senior Karl-Heinz, das erste Mal bei einer Wanderung dabei, und gleich vorneweg, man kam kaum nach. Wir änderten das Routenprogramm spontan und hielten durch den Ort Ochsenwang gleich entlang der Straße Richtung Weilheim, um in Ortsnähe zu bleiben. Am Rande des Randecker Maars gings steil links hoch zum Auchtert. Doch auf halber Höhe marschierten Heinz mit Karl-Heinz links bequem um den Berg, während wir mutig auf dem Wanderwiesenweg den Gipfel erklommen - 814 Meter. Die steife Briese, hier konnten wir sie zur Belohnung für den Aufstieg richtig genießen. Manch Kleidungsstück stellte sich als zu dünn heraus bei etwa 2° Celsius, Daniel spürte es deutlich. Auch Physiotherapeut Tim mit Partnerin konnten diese Witterung nicht recht erfreuen, sie mussten leider zu bald passen, um sich nicht zu erkälten. Taschentücher wurden gezückt. Aber ein erster schöner Blick hier oben zum Felsen des Breitensteins und zur Burg Teck. Diese vielen Motive hier, leider erwärmte sich ja weiter niemand fürs Fotografieren. Abstieg in eine Senke, um entlang des Bannwaldes am Albtrauf die Wanderung fortzusetzen. Doch Karl-Heinz mit bester Hälfte zog es nun nach halber Strecke verständlicherweise vor, die Krone zu überprüfen. Wir anderen mussten noch länger darben und neue Höhenmeter erneut gewinnen, diesmal auf lächerliche bequeme 812 Meter. Hier, auf den felsigen Grasflächen des Breitensteins kam uns nicht nur der Wind entgegen, sondern auch Marlene und Helmut. Die erwartete Aussicht: Blick zu den 3 Kaiserbergen Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen am nordöstlichen Horizont. Dort drüben gab es einen sonnigen Streifen mit darüberhängenden Regenschauern. Obwohl bei uns schon eine Weile der Himmel bedeckt war, wurden wir doch nicht beschauert. Die einzige Bank dieses Berges, eine ohne Bankgebühren, verführte uns zu kurzem Aufenthalt und Heinz zu allgemeinem wärmenden Umtrunk. Blick auf Bissingen zu unseren Füßen. Blick auch zur Teck, sehr nah jetzt zu sehen, gleich drüben an der Krone des nächsten Berghanges. Ach ja, Krone - unser nächstes Ziel, das wir eifrig absteigend bald erreichten. (Dachte da evtl jemand - warum sind wir nicht gleich hier geblieben!?) Nun wurde es richtig gemütlich! Wärme! Ein gemütlicher Gastraum! Bestellung und Erwartung lecker gefüllter Gläser und Teller! Fachsimpeleien, unser Experte für Prothetik konnte uns Interessantes erzählen.
Fazit: Nur etwa 4 Wanderkilometer, aber frische Reizwinde durchpusteten die Lungen; wir gewannen viele erfrischende Eindrücke, die nicht alltäglich sind. Ein Wanderjahr ist damit nun vorüber, und wenn wir im Februar eine Winterwanderung machen, kann es danach erstmal nur wieder wärmer werden. Zufrieden fuhren wir zurück in die Niederungen des Alltags. -rojo-
Bilder von der Vorwanderung ...
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