Selbsthilfegruppe SHG amputiert...was nun?

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SHG amputiert...was nun?

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Gerda Löffler, 1. Vorsitzende
Neustrasse 17
79312 Emmendingen

Telefon: 07641/9539399



Webseite: www.amputiert-was-nun.de

Forum

Öffentliches Forum der Selbsthilfegruppe
Privates Forum der Selbsthilfegruppe

Unsere Patientenbesucher/-Berater sind auf Anfrage zu erreichen unter:



Unsere Mitglieder stellen sich vor

Guten Tag,
mein Name ist U.H.aus Freiburg,bin seit 3 Jahren Unterschenkel(rechts)amputiert.
Trotz meines Handicaps treibe ich Sport,und das geht sehr gut.
Radfahren geht sehr gut,auch mit Nordic-Walking habe ich keine Probleme
Außerdem spiele ich noch Tischtennis und beim Wandern habe ich auch keine Probleme.


Guten Tag,
mein Name ist Peter Wolf wohne in einem kleinen Städtchen bei Freiburg, bin nach einem Unfall 1989 auf der rechten Seite oberschenkelamputiert. Ich trage eine C-Leg Prothese und bin mit dieser,sowohl auch mit dem hiesigen Sanitätshaus sehr zufrieden.
Ich kann mit meiner Oberschenkelprothese relativ gut Fahrrad fahren, und schaffe manchmal bis zu 30-50 Km pro Tag(auch schlechtere Wege, bergauf sowie auch bergab).
Wenn ich mal Schwimmen gehe dann aber ohne Badeprothese weil mich diese eher behindert.


Guten Tag,
mein Name ist Roland Diewald ich wohne in einem kleinen Städtchen bei Lörrach, ich bin beidseitig Unterschenkelamputiert.Ich gehe regelmäßig ins Fitnesscenter, trainiere dort ohne Probleme auf dem Hometrainer, und benutze auch die anderen Geräte problemlos.
Das Radfahren auf der Strasse bereitet mir insofern Probleme dass ich beim bremsen sowie beim absteigen Gleichgewichtsprobleme habe. Mit dem Dreirad geht das fahren super.
Nordic Walking geht sehr gut und ich betreibe diesen Sport auch regelmäßig.


Hallo Miteinander,

ich bin der Anton, Jahrgang 61. Nein, nicht der aus Tirol! Ich wohne in Friesenheim bei Offenburg. Ich hatte im Oktober 1983 einen Motorradunfall in Kehl, wo ich damals wohnte. Ein Auto nahm mir die Vorfahrt, hat mich wohl nicht gesehen, klassischer Fall. Bei dem heftigen Aufprall habe ich mir den rechten Arm mehrfach gebrochen. Kann ihn seitdem nicht mehr ganz strecken, beugen – der Ellenbogen war gut zerbröselt - und das Handgelenk drehen.Desweiteren sind Nervenwurzeln aus der Wirbelsäule herausgerissen wurden - für die Mediziner von uns, C5 – C8.
Das hat zur Folge, dass mein linker Arm vollständig gelähmt war. Bedingt durch Gehirnerschütterung, Komplikationen mit der Lunge und andere Kleinigkeiten lag ich recht lange auf der Intensivstation.

Mehrfache Operationen, speziell am rechten Arm, zwangen mich insgesamt zu einem Krankenhausaufenthalt und anschließender Reha bis Ende 1984. Na ja, dann im Januar 1985 wurde ich als „geheilt“ entlassen. Habe mich dann mehrheitlich einarmig durch mein noch junges Leben geschaukelt.

Wie gesagt, der linke Arm war zu nichts zu gebrauchen. Aber…man hat ja immer noch Hoffnung, irgendwie.

Irgendwann, das war so Ende 2001 rum, kam dann mal der „Gedanke“ der Amputation.

Ich habe mir gesagt: „Weg damit. Kann den eh nicht benutzen. Der behindert mich nur. Muss ständig aufpassen wie er liegt. Warmhalten. Fixieren (Sport).“

Aber…man hat ja immer noch Hoffnung.

Nun, der Gedanke einer Amputation reifte immer mehr, sodass ich im März 2003 in Heidelberg in der Ortho-Uni-Klinik den Arm amputieren ließ.

Und seither geht es mir besser. Ich fühle mich FREI. Es ist, als ob ich von einer Last befreit worden bin – irgendwie stimmt das ja auch. Sicher, mit der Amputation sind auch einige Probleme „abgeschnitten“ worden, aber auch einige – wenn auch kleine - hinzugekommen. Aber mehrheitlich überwiegen die positiven Seiten die kleinen Probleme. Ich habe dann auch recht schnell eine myoelektronische Prothese bekommen.

Das heißt, ich kann mit dem Teil die Hand – über eine Elektrode, welche ich mit meinem vorhandenem Bizeps steuer – bewegen und wieder Dinge händeln, die vorher nicht so gingen. Schon’ne tolle Sache. Es gibt Tage, da trage ich die Prothese von morgens bis abends, dann wieder nur stundenweise, und dann wieder ein zwei Tage gar nicht. Kommt wohl auf die Verfassung drauf an, vielleicht. Na ja, mal will sie nicht so richtig sitzen, dann stört einem das Gurtzeug, die Anzieherei mit den Klammotten, gerade im Sommer lässt es sich gut schwitzen.

Aber das sind so „Kleinigkeiten“ mit denen man an manchen Tagen gut oder weniger gut klarkommt. Sport. Ja Sport habe ich auch vor der Amputation gemacht. Kegeln, Bowling, Squash, Radfahren, Schwimmen. Die drei erstgenannten mache ich heute kaum noch, da ich den Arm nicht mehr so belasten darf. Arbeit. Tja, arbeiten kann ich wohl. Natürlich nicht als Dachdecker oder Maurer. Aber im kaufmännischen Bereich.Zur Zeit bin ich arbeitslos. Die eine Firma, wo ich 9 Jahre war, ist insolvent und gibt es heute nicht mehr.

Eines möchte ich noch ansprechen. Schmerzen.

Ich leide ziemlich gut unter Phantomschmerzen. Diese habe ich schon vor der Amputation gehabt. Die „Doktores“ haben es – vereinfacht - damit erklärt, dass die Nervenenden nicht wissen wo sie hingehören. Und das gibt halt spezielle Impulse die mich dann, je nachdem wie stark diese sind, schon manchmal die Wände hochlaufen lässt. Zwei, drei Tage vor Wetterumschwung zum Schlechten, ist es schon ziemlich knallig mit den Schmerzen. Aber ansonsten geht’s mir gut. So liebe Freunde, das soll’s mal vorerst gewesen sein. Wenn mich jemand diesbezüglich kontaktieren möchte, jederzeit gerne.
Hier meine E-Mail:

Gruß Anton



UNSERE TERMINE:

Termine & Hinweise
Wir treffen uns jeden ersten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr im Hotel zum Schiff in Freiburg, Stadtteil St.Georgen, Basler Land-Str.35-37

Die einzelnen Termine werden auf unserer Webseite bekannt gegeben
www.amputiert-was-nun.de

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